Hockey

10Mär2020

Kahlenberger C-Knaben stürmen zur Meisterschaft

v.l.n.r., stehend: Richard Wetterich, Hugo Franck, Finnegan Zeißler, Silas Schröter, Leopold Jaspert, Till Altner, Ben Becht.
v.l.n.r., kniend: Noah Özbay, David Cui, Leonard Beyer und als Verstärkung aus der KnD Benedikt Mons.

 

Um 16:26h war es am Samstag soweit: Jubelnd und tanzend lagen sich die Spieler und Trainer der Kahlenberger C-Knaben in den Armen und feierten den überraschenden Gewinn der Meisterschaft in der 2. Bezirksliga. Und wer genau hinsah, konnte im Siegerpulk auch Betreuer, Eltern und das ein oder andere Freudentränchen ausmachen.

Eher als Außenseiter angereist und vorrangig mit dem Ziel angetreten, die Favoriten wie v.a. Ausrichter Velbert und die zwei Vertreter der „Grünen aus dem Wald" ein wenig zu ärgern, führte eine überragende Mannschaftsleistung zur am Ende auch verdienten Meisterschaft.

Mit sehr gemischten Gefühlen ging es v.a. in die beiden Spiele gegen die 2. und die 3. Mannschaft der Uhlen. Erst im Sommer hatten sich einige Spieler entschieden, den Kahlenberg zu verlassen und das blaue Trikot gegen ein grünes zu tauschen. Nun kam es zum allerersten Aufeinandertreffen und Wiedersehen. Schon beim Betreten der Halle sah man, dass diese Situation vielen Jungs auf beiden Seiten ungewohnt, zum Teil auch unangenehm war.

Mit dem Anpfiff des ersten Spiels – direkt gegen die Zweitvertretung vom Uhlenhorst – war davon aber nichts mehr zu spüren. Aufgeputscht durch den markanten Schlachtruf „Kahlenberger Brüder" zum Abschluss „des Kreises" legten sie sofort hellwach und von Trainer Ben Becht hervorragend eingestellt, zielgerichtet los: Angriff ist die beste Verteidigung. Ein gewisser Herr Klopp hätte wohl von hohem Gegenpressing und schnellem Umschaltspiel gesprochen. Was genau unsere Seitenlinie den Jungs ansagte, bleibt ihr Geheimnis – aber dies und eine erneut hervorragende Leistung von Keeper Leo Beyer führte schließlich zu einem 2:1 Sieg.

Direkt im Anschluss kam es zum Duell mit der 3. Mannschaft der Grünen. Diese hatten sich unsere Taktik abgeschaut und sehr erfolgreich zu eigen gemacht. Zwar gingen wir durch einen Penalty in Führung, lagen dann aber zur Pause mit 1:4 zurück. Doch diesmal war es eine überragende kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung, die das Spiel wieder offen und bis zur letzten Sekunde spannend machte. Zwei schnelle Tore kurz vor Schluss führten zum 3:4. Und beim Betrachten von Körperspannung und Einsatzwillen jedes Einzelnen im blauen Dress, ist die Prognose sicher nicht allzu vermessen, dass eine Minute mehr auf der Uhr zum Ausgleich, vielleicht auch noch zum Sieg gereicht hätte.

Als letztes Spiel ging es nun gegen den souveränen Vorrundenbesten und Gastgeber Velbert. Durch die eigenen Ergebnisse und auch die „auf den anderen Plätzen" war aber plötzlich mehr drin als „nur die Favoriten ein wenig zu ärgern". Mit einem Sieg wäre man „mitten im Geschäft" im Kampf um die Platzierungen.
Und das merkte man unseren jungen Recken dann auch an: es kam zu einem offenen Gefecht, in dem Richard Wetterich seine Tore 6 und 7 an diesem Nachmittag erzielte und damit zum Topscorer avancierte. Die Halle erlebte ein fantastisches Spiel, in dem jeder einzelne über sich hinausging und sich auch nicht von Verletzungen außer Gefecht setzen ließ, in dem jeder für den Nebenmann alles gab, Bälle von der eigenen Linie kratzte und über die gegnerische drückte, in dem das nötige Glück durch Geschick und Einsatz erzwungen wurde, war den Kahlenberger Brüdern der verdiente Sieg nicht mehr zu nehmen. Blut, Schweiß und Tränen hatten es gerichtet – Wahnsinn!
Das letzte Match des Tages musste die Entscheidung bringen. Schicksal und Spielplan wollten es so, dass wir die Tabelle mit 6 Punkten und einem Torverhältnis von 7:6 anführten und zum Abschluss die 2. und die 3. Mannschaft des HTCU aufeinandertrafen. Mit einem Sieg der Dritten wäre diese Meister geworden. Doch in einem ebenso offenen wie fairen und spannenden Spiel siegte die Zweite. Ein sicher seltener Genuss: Mit dem Schlusspfiff hatte der Uhlenhorst uns zur Meisterschaft geschossen. Der Rest war Jubel und pure Freude.

Das erfolgreiche Team:
Till Altner, Leonard Beyer, David Cui, Hugo Franck, Leopold Jaspert, Noah Özbay, Silas Schröter, Richard Wetterich, Finnegan Zeißler; als Verstärkung aus der Knaben D Ben Katte und Benedikt Mons. Trainer: Sascha Heinrich und Ben Becht.