Hockey

27Feb2019

3. Herren sichern Klassenerhalt

Vergangenen Sonntag war das frühzeitige Saisonfinale für die Drittvertretung des Kahlenberger HTC
bei der Reserve des Club Raffelbergs. Für Raffelberg ging es um nichts mehr, für die Erfahrungstruppe
des KHTC ging es gegen den Abstieg. „Heute können wir den Klassenerhalt dingfest machen.", sagte
das Zahlengenie Wittke nach einem Blick auf die Tabelle. Einfacher zu durchdringen als der
Zahlensalat der Tabelle war die Strategie von Kapitän van Emmerich. „Wir müssen erst einmal
herausfinden was der Gegner kann." Gesagt, getan, lies van Emmerich den Ball an den Fuß und
prüfte das Können der Raffelberger bei einer Strafecke. Dadurch gingen die Duisburger in der fünften
Minute in Führung. Es folgte eine kurze chaotische Phase der Kahlenberger. Es wirkte fast so, als
wären sie mit dem Kopf woanders. Dies nutzten die Raffelberger in der 8. Minute zum Treffer zum
2:0. Vermutlich machte sich die Truppe Gedanken darum, wo denn der Stürmerstar Benjamin Drösel
bleibt. Denn trotz der Ehre der Nominierung zum Spiel war er nicht zum Anpfiff in der Halle
erschienen. Doch nach 10 Minuten Spielzeit übernahm die Routine bei den Königsblauen. Innerhalb
weniger Minuten drehten die Aufsteiger der letzten Saison das Spiel durch Tore von Philip „Harry"
Hüsgen (12.min) und Daniel Schneider (13.min und 17.min durch KE). In der auf das 2:3 folgenden
Auszeit der Duisburger versuchte der gegnerische Trainer durch ein wildes Gemälde auf seiner
Taktiktafel seiner Mannschaft begreiflich zu machen, wie sie die tiefstehenden Kahlenberger
überlisten können. Doch auch das gelang ihnen nicht. So waren es bis zur Pause nur die Gäste die
nochmal trafen und zur Pause auf 2:5 durch Hüsgen und Trenkner erhöhten.


Pünktlich zur Halbzeit geschah Unerwartetes. Die Halle wurde durch ein Leuchten erfüllt und
Engelschöre sangen Lieder von der Ankunft des Herrn! Benjamin Drösel hatte die Halle betreten und
war bereit für die volle Länge der zweiten Halbzeit. „Als ich ihn gesehen habe ist mir mein Herz
aufgegangen.", sagte der Schönling und Frauenheld Benjamin Ammann.


Nach der verdienten Ruhepause bekamen die Mülheimer Helden eine neue Aufgabe gestellt: Die
Raffelberger stellten um auf Pressing. Pressesprecher Neubauer nach dem Spiel: „Wir gerieten kurz
ins Schwimmen, doch nur unter Druck entstehen Diamanten!". So ereignete es sich, dass der Torwart
Fabian Ströder eine Strafecke glorreich abwehrte und den Ball geschickt in den Lauf des
herausstürmenden Philip Hüsgen legte. Dieser nahm den Ball schneller als ein Eurofighter mit in
Richtung Raffelberger Tor. Vor der Torlinie legte er jedoch auf Basti Trenkner ab, der zum 2:6
versenkte.


Durch die späte Anstoßzeit kam es nun, dass vereinzelt die Befürchtung aufkam, man würde nicht
pünktlich zum Tatort zu Hause sein. So gelang den Duisburgern eine Reihe von Treffern, lediglich
durchbrochen von einem Tor von Kapitän Van Emmerich. So stand es kurz vor Schluss 5:7 für die
Gäste. 60 Sekunden vor Schluss kam es zum Highlight des Spiels. Ein Showdown zwischen Benjamin
Wittke und dem gegnerischen Torwart. Durch geschickte Manöver von kombinierten Vor- und
Rückhandziehern gelang es Wittke den Ball nach über 20 Sekunden an dem schwindelig gespielten
Torwart vorbei in den Kasten zu Schieben. „Wir nennen ihn nicht umsonst Lucky Luke. Die
Geschwindigkeit ist Wahnsinn!", so Ferncoach Sardemann über den Treffer zum Endstand von 5:8.


Dieser Sieg und die Tatsache, dass der TV Jahn Hiesfeld beim Moerser TV punktete, sicherten der
Kahlenberger Drittvertretung den Klassenerhalt. Abrunden kann die Truppe die Saison mit einem
Sieg über die vierte Mannschaft der Uhlenhorster Waldläufer in zwei Wochen.